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  • Alexa Moschner

Knackpunkt Homeoffice: Konflikte zwischen Mitarbeitern vermeiden und managen

Arbeiten aus dem Homeoffice hat viele Arbeitnehmer in den letzten Monaten vor neue Herausforderungen gestellt: schwierige Arbeitsbedingungen, Kinderbetreuung, schlechte Ausstattung und fehlende Work-Life-Balance. Die Kollegen hat man meist auch schon lange nicht mehr persönlich gesehen, es fehlt der Smalltalk im Büro, auf dem Flur oder während der Pause. Doch birgt das Homeoffice manchmal noch eine weitere Herausforderung: ein gesteigertes Konfliktpotential unter Mitarbeitern.

Tipps zur Reduzierung des Konfliktpotentials

Selbstverständlich ist es nicht immer die Aufgabe einer Führungskraft, sich in Konflikte unter Mitarbeitern einzumischen. Persönliche Differenzen unter Kollegen, die vielleicht schon vor der Homeoffice-Regelung existierten, sind nicht Angelegenheit eines Vorgesetzten. Jedoch kannst du als Führungskraft durch einfache Regelungen deinen Mitarbeitern dabei helfen, Konflikte, die auf die Arbeit bezogen und meist erst durch das Homeoffice entstanden sind, zu verhindern oder schnell aus der Welt zu schaffen:


Konfliktpotential erkennen

Um als Führungskraft mögliche Konflikte unter Mitarbeitern zu verhindern, ist es wichtig, dass das Konfliktpotential frühzeitig erkannt wird. Im virtuellen Raum wird das Potential für Konflikte jedoch nochmals größer: durch asymmetrische Kommunikation oder Telefonate fehlen oftmals die Mimik und Körpersprache der Kollegen, um Informationen richtig zu interpretieren. Hinzu kommt oftmals noch die Überforderung mit der Situation im Homeoffice. So sind Missverständnisse nahezu vorprogrammiert. Versuche diese möglichen Kommunikations- und Wahrnehmungsfehler zu unterbinden, indem du klare Regelungen aufstellst.


Regeln für Informationsaustausch aufstellen

Stelle klare Regeln auf, wie die Kommunikation untereinander stattfinden soll. Eine asymmetrische Kommunikation wie E-Mails eignet sich gut für kleinere Angelegenheiten, die keine Diskussion benötigen. Für größere Angelegenheiten eignet sich jedoch eine symmetrische Kommunikation in Form von Video Calls oder Telefonaten besser. Regelmäßige Meetings mit dem gesamten Team können helfen, den Austausch zu erleichtern – besonders, wenn Raum für organisatorische Fragen oder Probleme gegeben wird.


Ausgleiche schaffen

Im Homeoffice fehlt der persönliche Austausch unter deinen Mitarbeitern, der vor der Homeoffice-Regelung oftmals in Form von Smalltalk zwischendurch gewährleistet wurde. Dadurch kann auch das Wir-Gefühl im Team leiden, was wiederum schneller zu Konflikten führt. Schaffe daher Ausgleiche, bei denen es weniger um Arbeitsinhalte und stattdessen mehr um die Stärkung der persönlichen Beziehungen deines Teams geht. Regelmäßige digitale Treffen zum Kaffeetrinken am Morgen oder After-Work-Events im virtuellen Raum sind Beispiele hierfür.

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